Auf ein Wiedersehen 😋 🍣 🍱 🗾 🍜 🎌 🎎
- Birgit Krückeberg
- 16. März
- 4 Min. Lesezeit

Bevor wir gemeinsam im Sushiro Restaurant in Osaka landen, haben wir unerwartet noch zwei andere Begegnungen. Denn auf dem Weg hierher machen wir, aus Zeitüberschuss, einen spontanen Abstecher an einer „Sehenswürdigkeit“ vorbei und finden ihn, Japans größten Friedhof 🪦 🪦 😳 Okunoin in Koyasan 🏯
Der Okunoin-Tempel ist ein Heiligtum, in dem sich das Mausoleum von Kobo Daishi befindet. Kobo Daishi (774–835), auch Kukai genannt, war der Gründer des Shingon-Buddhismus. Laut einer Legende soll er immer noch in einem Zustand ewiger Meditation im Mausoleum verharren. Um ihn herum gibt es ca. 200.000 Gräber. Adlige und Samurai einfache Leute liegen hier bestattet, in der Hoffnung beim Erwachen von Kukai nahe zu sein und spirituelle Erlösung zu finden.
Der Eingang ist schon imposant …
…doch dann gehen wir weiter nach hinein, in den Wald - und da wird es richtig mystisch.
Es herrscht eine unglaubliche Ruhe und eine ganz besondere Stimmung. Die riesigen Zedernbäume sind beeindruckend und duften, es ist kalt, teilweise neblig und unglaublich friedlich.
Wohin wir auch schauen, die moosbewachsenen Grabsteine, Figuren und Gebilde stehen überall zwischen diesen atemberaubenden Bäumen, soweit das Auge reicht.
Nach etwa 1 km erreichen wir den Kongoju-ji Okuno-in, das Mausoleum. Wir können um das Mausoleum herum, doch nicht hinein (fotografieren strengstens verboten).
Zurück im Auto und völlig beeindruckt von diesem unerwarteten Erlebnis landen wir keine zwei Minuten später im Ortskern von Koyasan und staunen erneut über unzählige Tempelanlagen, Schreine und etliche andere Gebäude, die im traditionellen Stil vorhanden sind.
Der Weg hierher, über wunderschöne aber enge, kurvige Straßen und der Besuch dieser Orte - erschöpft unsere Aufnahmefähigkeit „die Festplatte ist voll“. Es sind nicht immer nur die Dinge die wir sehen, sondern ganz oft auch die Emotionen und die Schwingung die wir aufnehmen und erleben. Unser Organismus kann manchmal in der Kürze der Zeit gar nicht so viele Eindrücke verarbeiten. Ganz besonders an Orten wie diese, mit so viel Energie.
Zum Glück ist der restliche Weg zu unserem heutigen Michi-no-Eki nicht mehr weit 🥱😴
Ein neuer Tag bricht an - Osaka wir kommen 😃
Die Stadt hat 19 Mio Einwohner und wir haben ein bisschen Respekt vor den Straßen der Innenstadt (durch Tokio sind wir über die Autobahn gefahren). Zu unserer freudigen Überraschung ist Osaka eine recht gemütlich wirkende und sehr aufgeräumte Stadt, durch die der Verkehr sehr entspannt und ruhig fließt. Und wir mitten durch 😊
Auf dem Weg fällt uns schon aus der Ferne ein komisches Gebilde ins Auge. Das macht uns neugierig. Und da wir noch ausreichend Zeit haben, biegen wir kurz ab und machen noch einen kurzen, spontanen Abstecher und schauen uns diesen seltsamen Turm einmal aus der Nähe an.

(Kleine Exkursion zum PL Tower (Great Peace Prayer Tower): Das Kenotaph ist 180 m hoch und wurde 1970 erbaut. Er ist den Seelen aller Kriegsopfer in der Geschichte gewidmet, unabhängig von Rasse, ethnischer Gruppe, souveränem Staat, Grenze, Region, Religion, religiöser Konfession und Glauben. Der Kenotaph wird auch als Grab für nicht identifizierte Kriegsopfer genutzt. Eine Zeremonie und ein Gedenkgottesdienst, bei dem die Teilnehmer für den Weltfrieden beten, finden jährlich am 1. August statt.)
Und dann, endlich ist es soweit. Wir haben uns lange darauf gefreut. Wir treffen hier und heute endlich wieder Azul und Naru, unsere japanischen Freunde, die wir vor 6 Monaten am Jakobsweg kennengelernt haben. Wir verbringen einen wirklich unvergesslich und tollen Abend 😃🍣🍱 .
Viel zu schnell vergeht die Zeit. Wir verabschieden uns mit dem Plan, dass wir uns irgendwann und irgendwo wiedersehen, auch wenn uns bewusst ist, wie schwierig das eventuell werden könnte. Doch wir sind uns in der Herberge „Karma“, das erste Mal begegnet, haben es geschafft uns hier erneut zu treffen, da wird ein Wiedersehen ja irgendwie möglich sein 😊
Schade und schön zugleich, ab sofort machen wir uns auf den Rückweg nach Tokio. Doch auch das ist trotz langer Strecke wieder eine aufregende Sache. Interessant 🚐💨 🛣️ 🌉 🌳🌴🌲 🗻 und lustig 👀
Achtet besonders auf die unteren 3 Bilder
Links, wir sind im blitzeblanken Spiegelbild zu sehen 🪞
Mitte, die grünen Augen des LKW’s bewegen sich und blinzeln, sehr skurril 👀
Rechts, ein letzter Blick auf den Fujiyama 🗻 er ist immer wieder toll 😊
Und habt ihr auch den Vollmond gesehen?? Hier ist er riesengroß und atemberaubend schön 🌕
Vorletzter Tag. Endspurt - Weiter geht’s mitten durch Tokio City.
Geschafft. Und zum Abschied gibt es einen kleinen Eindruck von der kurz bevorstehenden Kirschblüte 🌸🌸🌸🌸🌸🌸
Und dann ist es wirklich soweit. Unser letzter Tag bricht an.
Ein letztes Mal nehmen wir ein heißes Bad 🛀 in einer der heißen Quellen, einem Onsen.
Die Wäsche bekommt ebenfalls ein heißes Bad 🧺. Und wir genießen noch einmal das unglaublich leckere, original Sushi in Japan 🍣 🍱.
Unser Zuhause der letzten 3 Wochen, der Camper, der uns gut und sicher begleitet und viele wunderschöne Erinnerungen ermöglicht hat, darf morgen früh wieder zurück und wir machen uns dann auf den Weg zum Flughafen.
Mit Freude und Wehmut zugleich verabschieden wir uns von einer großartigen Zeit in einem ganz besonderen Land 🙏🏼
Fazit der Tage: es könnte ein Wiedersehen geben 🥰 🇯🇵 🍜 🍱 🍣 🏯 🎎
Buen Camino 🎌 🗾 🙏🏼
Da bin ich ja gespannt, wo euer nächster Stop sein wird… Ich tippe auf Südamerika! 🤔❓🙋🏻♀️LG Andrea